FitVital Hanfnüsse

Ihr habt sie ja schon oft bei mir gesehen in den verschiedensten Rezepten, die Hanfnüsse (auch Hanfsamen genannt). Sie schmecken leicht nussig, sind sehr gesund und leicht zu verarbeiten, deshalb mag ich sie so sehr. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich als ich bei amzStars einen Rabattcode für die FitVital Hanfnüsse ergattern konnte und diese nun für euch getestet habe.

Die FitVital Hanfnüsse kommen in einer umweltfreundlichen 500g Papierverpackung und sind wiederverschließbar. Gleich nach dem Öffnen ist mir aufgefallen, dass die geschälten Hanfnüsse scheinbar deutlich feuchter oder fetthaltiger sind, als bei anderen Herstellern. Zumindest klebten die Samen etwas mehr zusammen und es blieben mehr am Löffel kleben. Geschmacklich sind sie aber so, wie ich es von Hanfnüssen erwarte habe: leicht nusszig, etwas herb mit hohem Fettgehalt.

Aber warum sollte man Hanfnüsse überhaupt essen? Haben wir nicht schon genug andere Superfoods im Supermarkt zu stehen? Ja, haben wir, aber die Hanfsamen sollte man deshalb keineswegs verschmähen. Der Speisehanf ist einer der ältesten heimischen Nutzpflanzen und feiert derzeit gebührend sein Comeback. Im mittelalter wurde Hanf vor allem für die Herstellung von Seilen genutzt, aber auch damals war das Hanföl bereits für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Heute weiß man nun auch warum es dem menschlichen Organismus so gut tut warum wir unbedingt mehr davon essen sollten. Die Hanfsamen des Speisehanfes enthalten kein THC und damit keine psychoaktiven / bewusstseinsverändernden Stoffe. Man kann davon also nicht high werden. 😉 Dafür sind alle 8 essentiellen Aminosäuren enthalten, das sind genau die Aminosäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann und diese deshalb über die Nahrung zugeführt werden müssen. Ist unser Körper für längere Zeit unterversorgt mit einer oder mehreren essentiellen Aminosäuren, kann das weitreichende Folgen für unsere Gesundheit haben (bspw. Stoffwechselerkrankungen oder Organschädigungen). Bei einer ausgewogenen Ernährung, tritt eine Unterversorgung jedoch in der westlichen Welt äußerst selten auf. Leidet man unter Nahrungsmittelallergien, ernährt sich einseitig und vitaminarm oder hält längere Zeit strenge Diäten ein, kann das schon anders aussehen und dann kann so ein Löffel Hanföl oder Hanfsamen am Tag schon sehr hilfreich sein um ein Nährstoffdefizit zu verhindern. Zusätzlich ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren bei Hanfsamen nahezu optimal. In der Literatur findet man Angaben zwischen 1:3 bis 1:4 als optimales Verhältnis, die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen und genau so sieht es bei den Hanfsamen auch aus. Denn auch hier unterscheiden sich die Angaben zwischen 1:3 bis 1:3,75.  Die Omega-3 Fettsäuren werden als Entzündungshemmer eingestuft und Omega-6- Fettsäuren als entzündungsfördernd. Wir brauchen aber beide Fettsäuren für einen optimal funktionierenden Stoffwechsel. Jetzt könnte man sich denken:  entzündungsfördernd soll gut sein für den Körper? Das hört sich doch eher nach etwas Schlechtem an! Nicht unbedingt, denn es gibt immer wieder Zellen in unserem Körper die auch mal in den Zelltod geschickt und vernichtet werden müssen wie bspw. bei der Immunabwehr oder der Regeneration der Haut. Deshalb ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren so wichtig. Leider enthält die durchschnittliche westliche/ Industriestaaten- Ernährung eher ein 1:20-40 Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6. Auch bei vermeintlich gesunden Lebensmitteln wie Kokosöl sollte man aufassen, denn auch dieses besteht zu 100% aus Omega-6 Fettsäuren! Also lieben in Maßen, als in Massen konsumieren. Nennenswerte Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind neben Hanfsamen noch Chiasamen, Leinsamen, Leber, Fischöl und einige Fleischsorten.

Doch nicht nur die Aminosäuren machen die Hanfsamen so gesund, sondern auch die enthaltenen Proteine. Diese sind in Aufbau und Struktur den menschlichen sehr ähnlich und könnten deshalb sehr gut von uns aufgenommen und verwertet werden. Neben dem Eiweiß sind auch noch viele Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Kalium, Kalzium und Vitamine enthalten. Darum schwören gerade (vegane) Sportler auf Hanfproteine.

Ich habe lange überlegt woran man die Qualität von geschälten Hanfsamen messen könnte. Wahrscheinlich kann man es aufgrund des hohen Fettgehaltes, ähnlich wie mit Leinsamen halten. Die Hanfnüsse sollten also nicht ranzig riechen und es sollten möglichst wenig Schalenreste in der Packung enthalten sein. Die geschälten Hanfsamen haben einen starken Eigengeruch, der sich nur schwer beschreiben lässt, der aber normal ist. Riechen sie jedoch nach ranzigem Fett, würde ich sie nicht mehr essen. Die FitVita Hanfnüsse riechen wie sie sollen, haben einen hohen Fettgehalt und schmecken leicht nussig und herb. Genau so wie ich sie kenne und mag.

Wie ihr seht haben es Hanfsamen in sich und sind zudem alles was sich der moderne Berliner Hipster so wünscht: laktosefrei, glutunfrei, vegan, paleo und trotz der Bezeichnung auch für Nussallergiker und alle sonstigen Allergiker geeignet (bis dato sind noch keine Unverträglichkeitsreaktionen oder allergischen Reaktionen im direkten Zusammenhang mit Hanfsamen beobachtet worden).

Verwendungsarten gibt es reichlich, man kann sich aber auch einfach einen Esslöffel Hanfsamen über das Müsli oder in den Joghurt streuen und somit ganz leicht die eigene Tagesbilanz an Omega-3-Fettsäuren verbessern. Die Nüsschen sind hitzeempfindlich, brauchen nicht eingeweicht werden und sollten am besten roh gegessen werden. Gibt man sie zusammen mit Wasser in einen Mixer, hat man blitzschnell eine pflanzliche Milch oder mit wenig Wasser einen Pflanzensahne. Die verwende ich zusammen mit Eiern und Salz ganz gerne als Soße für Quiche oder Aufläufe. Durch die in der Schale enthaltenen Bitterstoffe ist so eine Milch eher für herzhafte Sachen geeignet, ansonsten müsste man noch mit Honig oder anderen Süßungsmitteln süßen. Da muss man sich ein bisschen ausprobieren.

Da ich euch bereits in anderen Produkttests schon einige Rezepte mit Hanfsamen präsentiert habe, fasse ich diese hier nochmal zusammen und gebe euch in diesem Beitrag nur ein schnelles Rezept für eine Smoothie-Bowl mit Hanfsamen Topping!

Smoothie-Bowl

Zutaten:

200g frische oder gefrorene Früchte (Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren)
1 EL Chiasamen
100ml Wasser
1 TL geschälte Hanfsamen
1 TL Kokosraspeln
ein paar Früchte als Deko

Anleitung:

  1. Früchte, Wasser, Chiasamen in den Mixer geben und 1 Minute mixen (geht auch mit dem Pürierstab)
  2. Die Fruchtmasse in eine Schüssel geben und mit restlichen Früchten, Kokosraspeln und Hanfsamen dekorieren.
  3. Genießen! 🙂

Rezepte aus vergangenen Produkttests:

Veganer mexikanischer Süßkartoffel-Zucchini Auflauf mit Hanfkäse-Soße

Hanf-Kakao-Dessert oder Joghurt

Kakao-Knusper-Müsli

Löwenzahnsalat mit Hanf-Kakao-Dressing

Apfel-Kakao-Chia Pudding

Fazit: Nicht nur für Berlin-Kreuzberg Hipster, sondern auch für den Durchschnittsbürger ein sinnvolles und nahrhaftes Nahrungsmittel, somit: Esst mehr Hanf! 😉

Getestet für: amzStars

Bezugsquelle: Amazon FitVita geschälte Hanfnüsse

UVP: 11,49€ / 500g

Weiterempfehlung: 100%


Es handelt sich um einen Bericht über einen Produkttest: Das Produkt wurde mir vergünstigt zum Testen zur Verfügung gestellt, wodurch meine Berichterstattung jedoch nicht beeinflußt wird.


 

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NOA Weisse Bohne-Tomate Brotaufstrich

Vegane Brotaufstriche gibt es ja inzwischen auch wie Sand am Meer, aber NOA Pflanzlich hat sich mal eine ganz kreative Variante einfallen lassen: Weisse Bohnen, Tomaten und Quinoa. Das hörte sich erstmal etwas abschreckend an. Ich kann euch aber verraten, dass der Aufstrich echt super schmeckt und man daraus viele tolle Rezepte kreieren kann. Drei meiner Rezeptkreationen  stelle ich euch am Ende des Beitrags vor.

Es kam ein gekühltes Testpaket gefüllt mit 4 Bechern des Brotaufstriches und als kleines Goodie gab es noch einen umweltfreundlichen Kaffee to-go Becher. Leider stand nicht genau dazu aus welchen Materialen dieser ist, aber von der Haptik her gehe ich von Maisstärke oder ähnlichem aus. Zumindest darf er nicht in die Mikrowelle. Etwas unschön war leider, dass bereits 1 Becher leicht ausgelaufen war. Offensichtlich klebte die Schutzfolie nicht richtig am Becherrand und dadurch ist ein bisschen was ausgelaufen.

Ich hatte mir als erstes die Zitatenliste durchgelesen, denn ich war neugierig was denn da genau drin ist. Den Löwenanteil machen tatsächlich weisse Bohnen aus, gefolgt von Kichererbsen, Tomatenmark, Rapsöl, gerösteten Sonnenblumenkernen, Quinoa, getrockneten Tomaten, Kürbisflocken, Rohrzucker, Zitronensäure und  Gewürzen. Alles natürliche Zutaten und erfreulicherweise soja- und getreidefrei.

Die Konsistenz ist eher fluffig und lässt es sich sehr gut verteilen.

Aber wie schmeckt es denn nun? Da scheiden sich bei uns ein bisschen die Geister. Meine erste Assoziation war Chili con carne, der Rest meinte es schmeckt eher nach Tomatensoße. So oder so, ist der Bohnengeschmack eher dezent und wird von den Tomaten und den Gewürzen übertrumpft. Was man nicht vergessen darf, es ist auch etwas scharf, denn zu den enthaltenen Gewürzen gehört auch Chili. Es ist jedenfalls sehr lecker und wir werden es bestimmt nachkaufen.

Es nur als Brotaufstrich oder Dip zu probieren, war mir etwas zu langweilig, weshalb ich 3 Rezepte für euch kreiert habe: 1x vegan, 1x vegetarisch/ für Flextarier und 1x für echte Männer.

Rezepte:

Geburstatskuchen für Männer (Bohnen, Eier, Hack und Bacon in Kuchenform)

Zutaten:

1/2 Tasse Kürbispüree (ca. 300g Kürbis weich kochen, Wasser größtenteils abgießen und pürieren)
1 EL Kokosmehl
1 EL Mandelmehl oder gemahlene Mandeln
4 Eier
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

500g Rinderhackfleisch
1 Dosen Tomaten in Stücken
etwas Gemüsebrühe zum Ablöschen
1 Becher NOA Weisse Bohnen-Tomate
1 Packung Bacon
2 Eier
1 kleine Zwiebel
Gewürze (Salz, Paprika edelsüß, Pfeffer, Chili…)

Anleitung:

Kürbispancake
Pfannkuchen mit Hilfe einer Springform backen.

Kürbispfannkuchen:

  • Eier zusammen mit den Mehlen, Backpulver und Salz klümpchenfrei verquirlen (ich habe dazu den Pürierstab genommen).
  • Kürbispüree dazugeben und nochmals kurz mixen.
  • Etwas Fett in eine Pfanne geben und 4 Pfannkuchen braten. Damit alle Pfannkuchen gleich groß werden, habe ich die Kuchenbackform in die Pfanne gelegt und dann den Teig reingegossen.

Hackfleisch:

  •  Hackfleisch und Zwiebel in einer großen Pfanne scharf anbraten
  • Sobald das Fleisch durchgebraten ist, mit Gemüsebrühe ablöschen, einreduzieren lassen und auf kleine Hitze reduzieren
  • Ist die Gemüsebrühe verkocht, dann mit den gestückelten Tomaten ablöschen und würzen
  • während die Pfannkuchen nach und nach fertig werden, die Hackfleischpfanne gut einreduzieren lassen. Dadurch intensiviert sich der Tomatengeschmack
  • 2 Spiegeleier braten
  • Bacon knusprig braten (habe ich einfach im Ofen gemacht, geht auch in der Mikrowelle oder eben in der Pfanne)

Torte bauen:

  • Einen Kürbispfannkuchen auf eine Servierplatte, Kuchenblech, flachen Teller oder ähnliches legen. Eine passende Kuchenform bietet sich hier an, damit später die Hackfleischmischung nicht runterläuft.
  • Springform aufsetzen und  1/3 der Hackfleischmischung auf dem Pfannkuchen verteilen
  • NOA Weisse Bohne-Tomate Brotaufstrich auf der Hackfleischmasse verteilen
  • 1 Spiegelei darauf legen
  • 3-4 Scheiben Bacon darauflegen
  • dann mit dem nächsten Kürbispfannkuchen weitermachen und wieder Hackfleisch, NOA Brotaufstrich, Spiegelei und Bacon drauf verteilen
  • Noch einen Kübrispfannkuchen darauflegen und darauf die restliche Hackmasse verteilen
  • der letze Kürbispfannkuchen dient als Deckel und kann nach belieben verziert werden

Es schmeckt sowohl warm als auch kalt, kann beliebig variiert werden und bestimmt auch einen Weile im Ofen warmgehalten bzw. nochmal knusprig gebacken werden.

Veganer mexikanischer Süßkartoffel-Zucchini Auflauf mit Hanfkäse-Soße

Süßkartoffel Zucchini Auflauf
Süßkartoffel Zucchini Auflauf mit Hanfkäse-Soße

Zutaten:

1 große Zucchini
1 große Süßkartoffel
weiteres Gemüse nach belieben
140g Süßkartoffeln
320g Kartoffeln
140g Hanfsamen
1 TL Salz
1 TL Senf
2 TL Limettensaft
2 EL Butter
Zwiebel und Knoblauch nach belieben
1 Becher NOA Weisse Bohne-Tomate

Anleitung:

  • Süßkartoffeln und 320g Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Für die Hanf-Käsesoße die Süßkartoffeln und 320g Kartoffeln in Salzwasser weichkochen und abkühlen lassen
  • Hanf mit den gekochten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Salz, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Butter und Limettensaft in einen Mixer geben und zu einer Soße mixen
  • Zucchini schälen und in Scheiben oder Würfel schneiden
  • Süßkartoffel schälen und in Scheiben oder Würfel schneiden
  • Eine Auflaufform einfetten, Zucchini und Süßkartoffel hineingeben und anschließend mit der Soße übergießen
  • Alles gut umrühren, damit sich die Soße überall verteilt
  • Für ca. 30min bei 200°C im Ofen Backen

Scharfes Schlemmerfilet

Schlemmerfilet
Lach mit NOA Aufstrich und selbstgerechter Kartoffel-Mandel-Kruste.

Zutaten:

2 x TK-Lachsfilet
3 große Tomaten
1 kleine Süßkartoffel
50g gemahlene Mandeln
1 EL Stärke
1/2 TL Salz
1 mittelgroße Kartoffel
Gemüsebrühe bei Bedarf
1 Becher NOA Weisse Bohne-Tomate

Anleitung

  • Lachs antauen lassen
  • Kartoffel schälen und fein raspeln
  • Kartoffel, Stärke, Salz (evtl. Gemüsebrühe) und gemahlene Mandeln mischen.
  • Lachsfilets auf Alufolie legen und dick mit NOA Aufstrich bestreichen
  • Tomaten und Süßkartoffeln waschen und in Scheiben schneiden und neben die Lachsfilets auf die Alufolie legen
  • Die Lachsfilets mit der Kartoffel-Mandelmischung übergießen
  • Alles in eine Ofenfeste Form geben und bei 180°C für 25min im Ofen backen

Ich hatte den Fehler gemacht und die Kartoffel nicht geraspelt, sondern im Mixer zerkleinert, dadurch hat man praktisch nichts mehr von der Kartoffel geschmeckt. Und meine Masse für die Kruste war nicht genug gewürzt, weshalb ich entweder mal probieren werde den NOA Aufstrich direkt mit in die Kruste einzuarbeiten oder eben Gemüsebrühenpulver mit dran zu geben.

Fazit: Sehr leckerer Aufstrich und vielseitig einsetzbar! Absolut empfehlenswert.

Getestet für: NOA Pflanzlich

Weiterempfehlung: 100%


Es handelt sich um einen Bericht über einen Produkttest: Das Produkt wurde mir kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt, wodurch meine Berichterstattung jedoch nicht beeinflußt wird.